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Ecuador:
An der zentralen und südlichen Küste Ecuadors gibt es derzeit eine Hitzewelle. Normalerweise liegen die Temperaturen dort zu dieser Jahreszeit bei 32 bis 33°C, derzeit liegen sie jedoch bei 35°C, wobei die heißesten Regionen Guayaquil, Portoviejo und Machala sind. Es wird von einem weiteren Anstieg der Temperaturen auf 39°C ausgegangen. Das Bild an der Küste wurde diese Woche von Menschen mit Sonnenschirmen und Trinkwasserflaschen, deren Handel enorm angestiegen ist, geprägt. Da auch die Regenmenge im Laufe des Aprils abgenommen hat, kann die intensive Sonne die durch die starken Regenfälle der letzten Wochen überfluteten Regionen schnell trocknen. Die Experten gehen davon aus, dass die wahrscheinlich noch bis Anfang Mai anhaltende Hitzewelle mit dem Beenden des Winters einhergeht. Durch das Verschieben der Innertropischen Konvergenzzone in Richtung Norden haben sich die starken Regenfälle vermehrt nach Kolumbien und Panama verschoben. Die Bauern der Küstenregionen beginnen schonmal die Erde, die nach den Überschwemmungen sehr fruchtbar ist, für die Sommerkulturen vorzubereiten. Sie gehen in den nächsten drei Monaten von einer guten Ernte aus. Berit Düwel |
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Ecuador:
In ganz Ecuador steigen die Preise insbesondere für Lebensmittel im internationalen Vergleich überproportional an. Somit verlieren sie an Wettbewerbsfähigkeit. In den letzten vier Monaten hat sich der Einfluss der Lebensmittel auf die allgemeine jährliche Inflationsrate auf über 50% eingependelt. Vier Lebensmittel sind die stärksten Beeinflusser: Rindfleisch, Reis, Pflanzenöl und Eier. Nach Cuenca ist Quito die zweitteuerste Stadt Ecuadors. Den Aufzeichnungen des Instituts für Statistik zufolge stiegen die Lebenshaltungskosten von Februar bis März um 1,7%. Quitos Besonderheit ist, dass die Märkte mit Produkten aus dem ganzen Land gefüllt werden und es eine besonders starke Nachfrage gibt. Über 80% der landwirtschaftlichen Produkte kommen aus den Regionen Carchi, Imbabura, Bolívar, Tungurahua, Manabí, Guayas. Gerade der Ausbruch des Vulkans Tungurahua im Februar zerstörte viele Kulturen. Auch die starken Regenfälle verursachten Ernteeinbußen in den Zulieferregionen. Somit wurde das Angebot verringert. Verstärkt wurde die Verringerung durch Lieferprobleme, da viele Strassen durch die Regenfälle in schlechtem Zustand waren. Auch in den nächsten Monaten wird von einem Anstieg der Preise in Quito ausgegangen. Berit Düwel |
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Ecuador:
Ein neues Dekret der Verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors entzieht Minengesellschaften bereits erhaltene Konzessionen. Galo Chiriboga, Minister für Minen- und Ölwirtschaft, betonte, dass dies jedoch keine Verstaatlichung darstellt und auch nicht mit Enteignungen einhergehen wird. Lediglich Konzessionen für Gebiete, die sich in der Erforschungsphase durch die Minenfirmen befinden, sind betroffen. Zur Begründung des Dekrets wurde angeführt, dass die Konzessionen, die durch den Staat verwaltet werden, zu Gunsten des ecuadorianischen Volkes neu verhandelt und vergeben werden sollen. Anstelle einer Günstlingswirtschaft in der Vergabe soll nun nach wirtschaftlichen Kriterien vorgegangen werden. Die für ihren Widerstand gegen Minenfirmen bekannte Region Intag, sowie Projekte zu einer altenativen Entwicklung dieses Tals besuchen wir während unserer viSpecial Explore&Help. Ute Weber |
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Ecuador:
Letzten Freitag wurde an dem malerischen Kratersee Quilotoa im Rahmen eines Projekts des Gemeindetourismus ein neues Restaurant eingeweiht. Personen aus der Region hatten in den letzten Monaten touristische Fortbildungen erhalten, um in dem neuen Restaurant fachgerecht zu arbeiten. Mitarbeiterinnen von viSozial waren vor Ort, da viSozial die Schulen der Gemeinde unterstützt. Auch unsere viActive Ecuador führen durch Quilotoa und tragen mit einer Übernachtung in dem Hostal einer indigenen Familie zur Förderung des Tourismus in der Region bei. Gemeindetourismus gewinnt in Ecuador immer mehr an Bedeutung und wird von höchster Stelle, dem Tourismusministerium, gefördert. Im Rahmen eines Nachhaltigen Tourismus soll sowohl das Einkommen der lokalen Bevölkerung gesichert, als auch die reichhaltige Natur und die materielle wie immaterielle Kultur der Ethnien geschützt werden. Ute Weber |
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Ecuador:
Die im September letzten Jahres gewählte Verfassungsgebende Versammlung in Ecuador hat einen Artikel verabschiedet, in dem das Land zum "Friedensterritorium" ernannt wird. Dies bedeutet, dass mit Ablauf des Vertrages mit den USA im Jahr 2009 keine ausländische Militärbasis mehr auf ecuadorianischem Territorium geduldet wird. Betroffen von diesem Artikel ist vor allem der US-amerikanische Luftwaffenstützpunkt in der Küstenstadt Manta, 320 km südöstlich von Quito. Der technisch gut ausgestattete Flughafen von Manta dient dem US-Militär als Basis für Erkundungsflüge im Kampf gegen Drogenanbau und –schmuggel aus Kolumbien, wobei die so gewonnen Daten dem ecuadorianischen Militär nicht mitgeteilt werden. Präsident Correa ist von dieser Entwicklung sicher angetan, da er sich seit Beginn seiner Regierungszeit gegen die Verlängerung des Vertrages mit dem US-Militär ausgesprochen hatte. Der neue Artikel der Verfassung muss im Juni in einer Volksabstimmung ratifiziert werden. Emmanuelle Laforge |
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